Überreste
der ehemaligen römischen Bürger- und Militärstadt Aquincum
belegen, dass Óbuda bereits vor mehr als 2000 Jahren besiedelt war.
Zwei Amphitheater, Villen, Militärbad und Aquädukt kann man im nördlichen
Teil der ehemaligen Stadt besichtigen. Eine zusammenhängende Ruinenstätte
befindet sich im Aquincum-Museum (Szentendrei út 139.). Der
königliche Palast (Szent György tér) wurde im 14. Jahrhundert
errichtet und 400 Jahre später im Stil des Barock umgebaut, er diente
700 Jahre lang als Wohnsitz der ungarischen Könige. Heute befinden
sich hier die am häufigsten besuchten Museen und Galerien von Budapest.
Die Ungarische Nationalgalerie (Magyar Nemzeti Galléria)
zeigt einen Querschnitt durch die ungarische Kunstgeschichte vom
10. Jahrhundert bis heute. Im Budapester Historischen Museum
(Budapesti Torténeti Múzeum) können die restaurierten Teile des
mittelalterlichen Burgschlosses von Buda, Kapelle, gotische Statuen
und Ausstellungen über die Geschichte Budapests besichtigt werden.
In der Szécheny-Landesbibliothek sind Kodizes aus dem Mittelalter
und die wertvollste Sammlung von König Matthias ("Corvinus"
- verzierte Kodizes) ausgestellt. Zeitgenössische
Künste
bietet das Ludwig-Museum. Die Matthiaskirche ist
auch unter dem Originalnamen, Kirche der Heiligen Jungfrau Maria
(Szentháromság tér 2.) bekannt, sie war Schauplatz von Krönungen
und Hochzeiten vieler ungarischer Könige. In der Gruft befindet
sich eine Sammlung sakraler Kunstwerke (Lapidarium, Reliquien-Sammlung,
Schatzkammer, die originalgetreue Nachbildung der ungarischen Krone,
deren Original im Parlament aufbewahrt wird). Von der auf mittelalterlichen
Mauern errichteten Fischerbastei (Halászbástya) am Szentháromság
Platz bietet sich ein herrliches Panorama.
Nur wenige Weltmetropolen haben ähnliche, unter Naturschutz
stehende Berge zu bieten. Auf der Plattform des
Gellértberges wurde 1851 die Zitadelle für militärische
Zwecke erbaut. Heute ist sie eine Touristenattraktion und
bietet einen grenzenlosen Rundblick über die Stadt.
Die
in der Tiefe des Bergmassivs entspringenden Heilquellen werden
von drei am Fuße des Berges erbauten Bädern genutzt: Gellért
Bad (Kelenhegyi u. 2-4, das eleganteste Heilbad Ungarns mit
Thermal-, Wannen-, Sprudel-, Wellen- und Schwimmbad), Rudas
Bad (Döbrentei tér) und Rác Bad (Hadnagy u. 8-10).
Aus der Türkenzeit stammen die Türbe Gül Baba (Minarett
/Mecset u. 4) und das Király Bad (Königsbad) mit Thermal-,
Wannen- und Dampfbad (Fo u. 82-84). Budafok liegt Süden der Stadt
und heißt wegen seiner Weinberge "Stadt der Weine und des
Sektes". Kellerlabyrinthe und das Museum der Sektfabrik
Törley (Kossuth Lajos u. 82-94) können besichtigt werden.
In
Pest gibt es historische Stadteile, Plätze und berühmte Denkmäler.
Neun Donau-Brücken verbinden Buda und Pest. Die Széchenyi Lánchid
(Kettenbrücke) wurde bereits 1849 erbaut. Die Innerstädtische
Pfarrkirche am Platz des 15. März (Március 15. tér), die Synagoge
an der Dohány-Straße (Dohány u. 2.) mit dem Jüdischen Museum,
das Ungarische Nationalmuseum (Magyar Nemzeti Múzeum,
Múzeum körút 14-16.) und das Gebäude der Großen Markthalle
(Vásárcsarnok, Fovám krt. 1-3.) liegen in der Innnenstadt.
Die schönsten Beispiele für den ungarischen
Jugendstil sind die Gebäude des Kunstgewerbemuseums
(Iparmuvészeti Múzeum, Ülloi út 33-37.), die Wohnhäuser
am Szervita-Platz (Pester Innenstadt) sowie die Gebäude der ehemaligen
Post und Sparkasse
(Hold u. 4.). Das imposanteste Bauwerk des Landes ist das
von Imre Steindl zwischen 1885 und 1902 errichtete Parlament
(Kossuth Lajos tér), in dem die heilige Krone und weitere Krönungsinsignien
aufbewahrt werden. Die Basilika St. Stephan (Szent István-bazilika
Bajcsy-Zsilinszky út) ist die größte Kirche der Hauptstadt. Die
sehenswerte Andrassy Allee verläuft schnurgerade, sie
wird zu beiden Seiten von Kunstwerken und Palästen, u.a. dem Gebäude
der Ungarischen Staatsoper (Magyar Állami Operaház, Andrássy
út 22.) gesäumt. Im Stadtwälchen liegt der Heldenplatz.
Die zentrale Reitergruppe des Millenniumsdenkmals ehrt den Großfürsten
Árpád und die sieben Stammesführer der Landnahme. Unter anderem
sind das Museum der bildenden Künste (Szépmuvészeti Múzeum),
die Kunsthalle (Mücsarnok), der Gebäudekomplex der
Burg von 
Vajdahunyad,
Verkehrsmuseum, Zoo und botanischer Garten
einen Besuch wert. Das Széchenyi-Bad (Állatkerti körút
11.) ist das größte europäische Heilbad mit Thermal-, Dampf- und
Wannenbädern, Schwimmbad und Strand. Die Margaretenisel
(zwischen Margareten- und Árpádbrücke) ist frei von jeglichem
Autoverkehr. Von beiden Donauufern aus ist sie bequem zu Fuß oder
mit dem Bus erreichbar.
Szentendre
Die
verwinkelten Straßen, sie sieben Kirchtürme, die farbenfrohen
Häuser, die engen Gässchen, zwei Dutzend Museen und nicht
zuletzt das überall gegenwärtige mediterrane Flair machen die
am Donauufer liegende Stadt zur meist Besuchten im Donauknie.
Von den Kirchen sind noch heute vier im Besitz der
pravoslawischen Kirche der hier angesiedelten Serben, die
seinerzeit vor den Türken flüchteten. Dies sind: die
Kirche im Rokokostil Blagovesztenszka (Fo tér), die Kirche
Pozsarevacska (Kossuth u. 1.), die Preobrazsenszka (Bogdányi
út 42.) und die Hauptkirche, die Belgrád-Kathedrale oder
so genannte Saborna (Alkotmány u.) mit ihrem verzierten
Eingangstor.
Die
Kirche St. Peter und Paul (Csiprovacska, Dumtsa J. u.) hat die
katholische Kirche übernommen, die Opovacska-Kirche (Rákóczi u.
14.) gehört heute zur reformierten Kirche.
Die Ikonen, Goldschmiedearbeiten und die
anderen Schätze des Museums der serbisch-orthodoxen Kirchenkunst
(Pátriárka u. 5.) ergänzen die Sehenswürdigkeiten der serbischen
Kirchen.
Die auf dem
Berghügel stehende römisch-katholische Pfarrkirche
(Templom tér) wurde im 13. und 14. Jahrhundert erbaut und
besitzt die älteste Sonnenuhr des Landes, die heute noch
die Zeit anzeigt.
Hier gibt es alles für die nach Nostalgie
suchenden Touristen: Geschäfte, Restaurants, Zunftschilder,
die Gebäude am Hauptmarkt, die Verziehrung der Häuser, die
vielen attraktiven Fotomotive und das Margit-Kovács-Museum,
eines der populärsten Museen des Landes (Vastagh György u.
1.) mit den liebenswerten Figuren der Museumsgründerin,
einer Keramikkünstlerin (1902-1977), bieten dem Besucher
wahre Kunst und ästhetische Erlebnisse, die der Quelle von
Güte, Schönheit und Menschlichkeit entsprungen ist.
Die
Werke der talentierten Künstlerfamilien des 19.
Jahrhunderts, z. B. die von Károly Ferenczy (1862-1917) und
seinen Zwillingen Gobelinweberin Noémi und Bildhauer Béni,
dem Maler Valér und von Ferenczys Ehefrau sind im
Ferenczy-Museum (Fo tér 6.) zu sehen.
Seit der Gründung
der "Gesellschaft der Maler von Szentendre" im
Jahre 1928 hat die Organisation zahllose Ausstellungen mit
den Lebenswerken der im 20. Jahrhundert in der Stadt
lebenden oder mit der Stadt und der Schule von Szentendre
verbundenen Künstler in den schönsten Häusern und
Baudenkmälern der Stadt veranstaltet. In der Bildergalerie
von Szentendre (Szentendrei Képtár, Fo tér 2-5.), die
sich im Haus eines ehemaligen serbischen Kaufmanns aus dem
18. Jahrhundert befindet, sowie in der Galerie der
Künstlersiedlung (Bogdányi út 51.) können Sie temporäre
Ausstellungen von zeitgenössischen Künstlern besichtigen.
Die Werke von zeitgenössischen Künstlern der bildenden
Kunst und des Kunstgewerbes können Sie in 13 Galerien
besichtige und direkt vor Ort erwerben.
Das
Szabó-Marzipanmuseum (Dumtsa J. u. 14.) stellt Ihnen den
süßen Grundstoff in vielen Formen vor. Das
Konditoreimuseum Dobos bietet die originale "Dobostorte".
Im Haus der Volkskünste (Rákóczi u. 1.) können Sie die
Volkskunst aus dem Komitat Pest kennen lernen, im "römischen
Lapidarium" (Dunakanyari körút 1.) sind die antiken
Funde der Stadt Ulcisia Castra aus dem 1. und 4. Jahrhundert
zu besichtigen. In einem alten Mühlengebäude wurde ein
Kulturzentrum eingerichtet: das Zentrum der "bildenden
Künste".
Eine funktionierende Werkstatt de
zeitgenössischen Künste ist hier ebenfalls untergebracht (Bogdányi
út 32.). Die Ausstellungen werden durch bunte
Programmangebote ergänzt.
Das nationale Weinmuseum
(Bogdányi
út 10.) erwartet die Liebhaber guter Weine bzw. Weinsorten.
Im Verkehrsmuseum (Közlekedési Múzeum) an der Endstation
der S-Bahn wird eine umfangreiche Kollektion von Fahrzeugen
des öffentlichen Verkehrs gezeigt.
Ungarns
größte Volkskundesammlung finden Sie im ethnographischen Freilichtmuseum
(Szabadtéri Néprajzi Múzeum, Sztaravodai út 1.), 3 km vom Stadtzentrum
entfernt. Hier werden in ganz Ungarn gesammelte volkskundliche
Schätze und Andenken aufbewahrt. Nach der endgültigen Fertigstellung
des Freilichtmuseums können hier in 10 Landschaftseinheiten mit
insgesamt 340 Gebäuden die Besonderheiten der volkstümlichen ungarischen
Architektur vorgestellt werden. Zurzeit können Sie sieben Landschaftseinheiten,
eine griechisch-katholische Kirche und einen reformierten Steingarten
besichtigen. In dem von April bis September geöffneten Museum
werden an den Wochenenden volkstümliche Handwerksberufe vorgestellt.
Hier werden die für die ungarische Volkstradition wichtigen Gedenktage
gefeiert. Die zahllosen Touristikattraktionen der 31 km langen
Insel Szentendrei können Sie mit der Fähre oder bei Tahi
über eine Brücke erreichen. Von den vier Siedlungen der Insel
verfügt Kisoroszi über einen Golfplatz.
Die Mittlere Donauregion
Börzsöny-Gebirge Im
wildromantischen Börzsöny-Gebirge entspringen mehr als 335
Quellen. Erloschene Vulkane, Schluchten und Täler, Klammen
und Felsen überraschen den Wanderer im
Landschaftsschutzgebiet. Auf dem 939 Meter hohen Berg
Csóványos hat man eine gute Ausssicht, vom Hegyes-Teto aus
kann man sogar das ganze Donauknie überblicken. Die reiche
Pflanzen- und Tierwelt des Börzsöny-Gebirges, Volkskunde
und archäologische Funde sind in Szob im Börzsöny-Museum
(Szent László u. 14.) ausgestellt. Im kleinen Bergdorf
Nagybörzsöny steht die mit Holz verzierte Kirche Sankt
Stephan, eine der schönsten Dorfkirchen aus dem 13.
Jahrhundert. Die Bergmannskirche (József A. u. 1.), die
Wassermühle (Széchenyi tér 10/A) und der Wallfahrtsort
Márianosztra sind einen Besuch wert.
Donauknie Am Donauknie
bietet sich eine wunderschöne Aussicht. Der Fluss biegt
hier nach Süden ab. Die Gegend war Schauplatz vieler
bedeutender Ereignisse im Mittelalter. Die bekanntesten
Ortschaften am rechten Donauufer sind Dömös, Esztergom,
Szentendre, Visegrád; am linken Ufer Nagymaros, Vác,
Vácrátót, Veroce und Zebegény.

Dömös
Das königliche Schloss zählte zu den beliebtesten Aufenthaltsorten
der Könige aus dem Hause Árpád. Die rekonstruierte Gruft der Propsteikirche
(Béla király utca) ist ein Schatz der ungarischen Architekturkunst.
Esztergom Die reizvolle Stadt am Donauknie ist Sitz des Oberhauptes
der ungarischen katholischen Kirche, des Erzbischofs von Esztergom.
In der 972 erbauten Burg von Esztergom wurde Stephan
der Heilige (1000-1038), der erste ungarische König und Gründer
des ungarischen Staates, geboren. Das Wahrzeichen der Stadt ist
die Basilika (Szent István tér), die größte Kirche des
Landes mit dem größten, weltweit einzigen, auf Leinen gemalten
Altarbild. Einmalig ist auch die aus rotem Marmor erbaute Bakócz-
Kapelle, sie ist 300 Jahre älter als die Kirche selbst. In
unmittelbarer Nähe der Basilika erinnern die königliche Hauskapelle,
die Burgkapelle und die Rosenfenster an den ehemaligen königlichen
Palast. Der Széchenyi-Platz, die Bürgerhäuser und das Gebäude
des Rathauses bieten eine "barocke Atmosphäre". Wahrzeichen
der Wasserstadt sind die Franziskanerkirche und das Gebäude des
Ordenshauses (Pázmány Péter u. 18.).
Gödöllo Das königliche Schloss
Gödöllö (Szabadság tér 1.) ist eines der größten Bauwerke
des ungarischen Barock. Es wurde in den Jahren 1744-48 nach Entwürfen
von András Mayerhoffer errichtet. Der ungarische Architekt Miklós
Ybl gab dem Bau nach 1867 seinen heutigen doppelten U-Grundriss.
Zu dieser Zeit erhielt das Königspaar, Franz Joseph I. und Elisabeth,
dieses Schloss als Geschenk. Sissi liebte das ungarische Volk
und das Land und erholte sich in Gödöllo von den Intrigen am Hofe.
Zwischen den beiden Weltkriegen war das Schloss Sitz des Landverwesers
Horthy. Die Andachtskirche von Máriabesnyo wurde aufgrund ihrer
700 Jahre alten, Wunder bewirkenden Maria-Gnadenstatue zu einem
bekannten Wallfahrtsort. Der bei Mogyoród errichtete Hungaroring
ist alljährlich Mitte August der Austragungsort für das berühmte
Formel-1-Autorennen "Großer Preis von Ungarn".
Nagymaros
wurde im Mittelalter gegründet. Von der Julianus-Aussichtsplattform
(Hegyesteto, 482 m) aus kann man bis Visegrád schauen. Eine Fähre
verbindet Nagymaros mit Visegrád. Die römisch-katholische Kirche
(Szent Imre tér) ist ein großartiges Werk der Gotik des 14. Jahrhunderts.
Pilis-Gebirge Die Höhlen wurden bereits von den Urmenschen
benutzt, die Römer haben hier Beobachtungstürme gebaut.
Der höchste Punkt ist die Pilis-Spitze (Pilis-teto 756 m).
Das Landschaftsschutzgebiet Pilis wurde 1981 von der UNESCO
zu einem Biosphären-Reservat erklärt. Der Parkwald von
Pilis ist ein Ausflugsparadies. Die Felsenfiguren der
Steinberge (Ko-hegy), die Wildsteher-Steine
(Vadálló-kövek) und das Aussichtsplateau des "Predigerstuhles"
(Prédikáló-szék) bieten ein vollständiges Panorama auf
das Donauknie.
Szentendre Verwinkelte Straßen, sieben
Kirchtürme, farbenfrohe Häuser, enge Gässchen, zwei
Dutzend Museen und das mediterrane Flair machen die Stadt
Szentendre zum Touristenmagneten am Donauknie. Nostalgie
suchende Touristen finden hier Geschäfte, Restaurants,
Zunftschilder, schöne Gebäude am Hauptmarkt, attraktive
Fotomotive und das Margit-Kovács-Museum, eines der
populärsten Museen des Landes (Vastagh György u. 1.) mit
den liebenswerten Figuren der Keramikkünstlerin
(1902-1977). Seit Gründung der "Gesellschaft der Maler
von Szentendre" 1928 veranstaltet die Organisation
zahllose Ausstellungen mit den Lebenswerken der im 20.
Jahrhundert in der Stadt lebenden oder mit der Stadt
verbundenen Künstler in den schönsten Häusern und
Baudenkmälern der Stadt. Das Szabó Marzipanmuseum (Dumtsa
J. u. 14.) stellt den süßen Grundstoff in vielen Formen
vor. Das Konditoreimuseum Dobos bietet die Original- "Dobostorte"
an. Im Haus der Volkskünste (Rákóczi u. 1.) kann man die
Volkskunst aus dem Komitat Pest kennen lernen, im "römischen
Lapidarium" (Dunakanyari körút 1.) sind die antiken
Funde der Stadt Ulcisia Castra aus dem 1. bis 4. Jahrhundert
zu besichtigen. Das nationale Weinmuseum (Bogdányi út 10.)
erwartet die Liebhaber guter Weine.
Vác Vác ist seit über 1000 Jahren
Bischofssitz am Ufer der Donau. Bis Vác fuhr 1846 die erste Bahn
Ungarns und zwar von Pest aus mit "rasender" Geschwindigkeit
von 30 Kilometern pro Stunde. Der Konstantin-Platz wird vom imposanten
klassizistischen Gebäude der bischöflichen Kathedrale beherrscht.
Der Bischofspalast (Migazzi Platz 1.) ist eine Schöpfung
des 18. Jahrhunderts. Als besonders kostbar gelten der Tabernakel
der Kirche und das Ordenshaus der Piaristen (Szentháromság tér).
Einer der schönsten Barockplätze des Landes ist der "Platz
des 15. März". Die "Kirche der Weißen" (Fehérek
temploma, Március 15. tér 24.) wurde nach den weißen Mönchsgewändern
der Dominikaner benannt. Die historischen Zeugnisse der Stadt
werden in der Sammlung Gyula Hincz (Káptalan u. 16.) gezeigt.
Die Brücke über den Bach Gombás ist die einzige mit Skulpturen
verzierte barocke Steinbrücke in Ungarn.
Visegrád Der Palast von König
Matthias, dem großen Herrscher in der Zeit der Renaissance,
war ein mit einem roten Marmorbrunnen geschmückter,
wunderschöner Gebäudekomplex mit 350 Zimmern und einer der
prachtvollsten königlichen Wohnsitze der damaligen Epoche.
Die Archäologen haben den unter einer 15 Meter dicken
Schuttschicht begrabenen Palast mit dem
Renaissanceschmuckhof und dem Herkulesbrunnen freigelegt,
originalgetreu rekonstruiert und wieder aufgebaut. Die
Originalteile des Herkulesbrunnens werden im fünfstöckigen
Salomonturm (Salamon-torony, Salamon-torony u.), der aus dem
13. Jahrhundert stammt, aufbewahrt. Der Turm ist Teil der
Befestigungsanlage, der die Wasserbastei und die Burg auf
dem Burgberg mit einer starken Burgmauer verbunden hat. Drei
Sehenswürdigkeiten sind von besonderer Bedeutung: die Ruine
des etwa 330 errichteten Militärlagers der Römer auf dem
Sibrik-Hügel, der Nagyvillámer Aussichtsturm auf dem
Schwarzenberg (Fekete-hegy), das größte Ausflugsgebiet der
Hauptstadt mit Sommerrodelbahn, Jurtenlager, Campingplatz,
Waldgaststätte, Spielplätzen und einem Wildgehege auf dem
Nussberg (Mogyoró-hegy).
Zebegény Die römisch-katholische
Kirche (Petofi tér) gehört zu den schönsten Beispielen
des ungarischen Jugendstils. Die Sammlung über die
Schifffahrtsgeschichte (Szonyi István út 9.) zeigt
Erinnerungen und den Lebensweg eines aus Zebegeny stammenden
Schiffskapitäns.
Zsámbék In der sehenswerten Ruinenkirche
werden in jedem Sommer Theateraufführungen veranstaltet.
Der türkische Brunnen (Török-kút, Táncsics u. 16.) und
das einzige Lampenmuseum (Magyar u. 18.) Ungarns sind einen
Besuch wert.